Hochbehälter Roth

Der Hochbehälter Roth weist in seiner Versorgungsaufgabe eine Besonderheit auf. Seine beiden Rundkammern werden jeweils mit unterschiedlichen Wasserqualitäten gespeist.

Eine Kammer wird mit Wasser aus dem Brunnen Roth gefüllt.
Dieser Tiefbrunnen in der Gartenstraße in Roth hat eine Tiefe von 61 Metern und fördert ein relativ hartes Wasser im Härtebereich 4 laut Waschmittelgesetz. Dieses Wasser wird mittels einer Rohrmantelpumpe zum Hochbehälter Warte oberhalb des ehemaligen Kasernengeländes gepumpt. Von hier aus wird das Gewerbegebiet Herzbachtal (ehemaliges Kasernengelände) sowie die US-Housing mit Trinkwasser versorgt. Weiterhin wird von dort Wasser zur Mischung mit dem Rohwasser aus dem Gettenbachtal zu der Aufbereitungsanlage am Blockhaus in Gelnhausen gepumpt.

Die zweite Kammer des Behälters dient zur Versorgung des Stadtteiles Roth. Sie wird über eine Übergabestation im Galgenfeld in Gelnhausen mit Wasser von der Aufbereitungsanlage Blockhaus gefüllt. In die Kammer gelangt immer nur diejenige Menge Wasser, die nicht im Ortsnetz verbraucht wird (Gegenbehälter-Prinzip). Dieses Wasser liegt im Härtebereich 2.

Die Befüllung der beiden Behälterkammern geschieht vollautomatisch mittels Fernübertragung über stadtwerkeeigene Steuerkabel. Eine kontinuierliche Überwachung aller Anlagen ist mittels Prozessleittechnik im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke realisiert.

Das Ortsnetz Roth besitzt Verbindungsleitungen sowohl nach Altenhaßlau als auch in das Pumpwerk in der Hailerer Aue, um Notversorgungssituationen abfangen zu können.