Kooperation statt Konfrontation

Rechtliche Grundlagen

Landwirte und das Wasserversorgungsunternehmen können sich zum Schutz der Wasserqualität auf freiwilliger Basis zusammen schließen und im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung auf der Grundlage einer Karte der Bodenqualitäten (Nitrataustragsgefährdung der Böden) detaillierte Regelungen zum Wasserschutz treffen (vgl. Schema einer Kooperation PDF 120 KB). Diese Regelungen ersetzen, wenn die Wasserbehörde zustimmt, die Ge- und Verbote der Wasserschutzgebietsverordnung für die Kooperationsmitglieder (vgl. Grafik rechts).

Kooperationsvereinbarung in der Hailerer Aue

Diesen Weg sind auch die Stadtwerke Gelnhausen und die Interessengemeinschaft der im Wasserschutzgebiet wirtschaftenden Landwirte für das Wasserschutzgebiet Hailerer Aue gegangen:
Die vom Ingenieurbüro Schnittstelle Boden entworfene Kooperationsvereinbarung wurde im Herbst/Winter 2003/ 2004 in vier Arbeitskreissitzungen intensiv bis zum Konsens aller Beteiligten (Landwirte, Stadtwerke Gelnhausen, Fachbehörden, Ingenieurbüro Schnittstelle Boden) diskutiert.
Am 03. März 2004 wurde die Kooperationsvereinbarung im Rahmen einer Feierstunde bei den Stadtwerken Gelnhausen unterzeichnet (vgl. Foto rechts).
Aktuell beteiligen sich 25 der 28 im Wasserschutzgebiet wirtschaftenden Landwirte an der Kooperation. Diese bewirtschaften 97 % der Flächen des Wasserschutzgebietes.

Landwirtschaftliche Beratung

Im Rahmen der Kooperation finanzieren die Stadtwerke Gelnhausen eine landwirtschaftliche Beratung, die die Landwirte bei der Umsetzung der Kooperationsvereinbarung unterstützt und Lösungen für eventuell entstehende Probleme erarbeitet.

Arbeitskreis

Der Arbeitskreis (siehe oben) begleitet die Kooperation mit regelmäßigen Treffen, an denen einerseits die aktuellen Ergebnisse und Entwicklungen diskutiert, andererseits aber auch Verfahrenskorrekturen und Problemlösungsmöglichkeiten besprochen werden.